| Cornelia Hesse von der Schäper Sportgeräte GmbH hat die nächsten Großereignisse schon im Blick
Unternehmerinnen wie Cornelia Hesse sorgen dafür, dass die Fußball-WM in Südafrika auch zu einem Heimsieg in Deutschland wird. „Nach Südafrika haben wir zwar keine Fußball-Tore geliefert, aber die Nachfrage der Privatkunden, steigt bei Ereignissen wie der WM enorm“, erklärt die junge Unternehmerin aus Münster-Roxel. Wer auf der eigenen Wiese oder im Hof ein Tor braucht, bekommt bei der Schäper Sportgerätebau GmbH natürlich neben dem passgenauen Tor auch die dazugehörigen Netze und Netzhaken.
Cornelia Hesse gehört zur zweiten Generation im Familienbetrieb Schäper. Ihr Vater Klemens Schäper hatte das Unternehmen vor 50 Jahren gegründet. Der Tischlermeister startete mit dem Bau von Holztoren und war in den 1970er Jahren einer der ersten, die den Markt mit Fußballtoren aus Aluminium revolutionierte. Schäper-Sportgeräte werden längst auch weltweit eingesetzt. Cornelia Hesse, die im Familienbetrieb, zwischen Toren und anderen Sportgeräten groß geworden ist, hat ihren beruflichen Weg dennoch zunächst außerhalb des Familienbetriebs begonnen. Die Diplom-Kauffrau arbeitete bis 2004 bei der Messe Düsseldorf. Heute führt die Mutter zweier kleiner Kinder die Geschäfte in Münster gemeinsam mit ihrem Bruder Ulrich Schäper und ihrem Ehemann Dr. Josef Hesse.
„Um bei einem Großereignis wie einer Weltmeisterschaft mitzumischen, muss man ziemlich früh Kontakte knüpfen“, sagt Cornelia Hesse, die im Unternehmen auch für das internationale Kundenmanagement zuständig ist. „Die Organisation von Fußball-Großereignissen liegt leider seit 20 Jahren fest in der Hand eines anderen Ausstatters. Da rein zu kommen, haben wir bereits zur WM in Deutschland versucht.“ Südafrika wäre ohnehin für ein kleines Unternehmen wie Schäper mit knapp 30 Beschäftigten schwierig zu bedienen. „Sie müssen als Dienstleister vor Ort sein und das können wir mit unseren personellen Ressourcen nicht leisten.“ So konzentriert sich das Unternehmen auf Europa. „Unsere Kernkompetenzen liegen in der Ausstattung deutscher und europäischer Stadien und Sportarenen, wie z.B. zuletzt zur IAAF World Athletics Final in Thessaloniki.“
Neben den konventionellen Ballsport- und Leichtathletik-Ausstattungen spezialisiert sich das Jungunternehmer-Trio immer mehr auf besonders abgestimmte Geräte und Hilfsmittel für den Behinderten-Sport. Hier sieht die Unternehmerin einen guten Markt mit stetigen Entwicklungschancen. Auch durch die UN-Konventionen zur Integration für Menschen mit Behinderungen, die Deutschland 2009 unterzeichnet hat, kann der Bedarf an speziellen Sportgeräten im Vereins- und Breitensport erheblich steigen. „Da wollen wir Ansprechpartner sein“, betont Cornelia Hesse. Ihr persönlicher Schwerpunkt ist in den nächsten Wochen und Monaten daher der Kontakt nach Griechenland und Neuseeland. Hier finden die nächsten internationalen Paralympics oder auch Special Olympics statt.
Fußball bleibt aber nicht nur medial, sondern auch beim Sportgeräte-Hersteller Schäper der absolute Schwerpunkt. „Das machen wir deutschland- und weltweit“, bekräftigt Cornelia Hesse. „Hauptsächlich und immer wieder gern – TORE.“
www.sportschaeper.de
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Cornelia Hesse, Chefin von Schäper Sportgeräte GmbH, im Gespräch mit Claudia von Diepenbroick-Grüter, Projektleiterin der Münsterland Initiative Unternehmerin
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